Heimattag der Kreisschule Rheintal-Studenland

(AE) Nach langer Zeit des Verzichts durften die Schülerinnen und Schüler der Kreisschule endlich wieder einmal eine Abwechslung vom coronageprägten Schulalltag geniessen. Anlässlich des Heimattages am vergangenen Freitag hatten die Lehrpersonen für ihre Klassen jeweils verschiedene Aktivitäten und Ausflüge vorbereitet.

Sport und Spass im Flecken
Mit Hilfe eines Puzzles von Bad Zurzach wurden Schülerinnen und Schüler an diverse Posten in Bad Zurzach geführt – vom Chilebückli über den Schlosspark bis hin zu den Salzbohrtürmen. Hatten sie einen Ort erraten und erreicht, warteten dort bereits lehrreiche Forschungsfragen über die Geschichte der jeweiligen Sehenswürdigkeit sowie der Hinweis auf das nächste Ziel. Für spassige Abwechslung sorgte dabei eine kleine Selfiechallenge mit einer Horde Alpakas.

Scherzhafte Orientierungsfragen leiteten derweil eine andere Gruppe durch den Ort. Zurück in der Schule warteten die nächsten Herausforderungen auf die Jugendlichen: Dort wurde etwa in Rekordzeit ein Gedicht auswendiggelernt und vorgetragen, Kinderlieder umgedichtet und in einer selbst erarbeiteten Liveperformance zum Besten gegeben.
Aus den Punkten, die man sich beim Orientierungslauf und den Teamaufgaben ergattern konnte, wurde zum Abschluss ein stolzer Sieger ermittelt.

Andere Klassen waren eher sportlich unterwegs. So erlebte man einen bewegten Tag – natürlich coronakonform in Kleingruppen – mit verschiedenen Ballsportarten, was für die Jugendlichen sicher eine kleine Entschädigung für die entfallende Powernight gewesen sein dürfte.

Einblicke in die Vergangenheit
Bis ins Jahr 1750 konnten die in der Schweiz lebenden Juden ihre Toten ausschliesslich auf einer Insel im Rhein, der Judenäule, beisetzen, wo die Gräber durch Überschwemmungen immer wieder beschädigt wurden. Erst dann durfte – dank dem Einsatz der Lengnauer und Endinger Juden – ein neuer Friedhof bei Endingen errichtet werden.
Startend in Baldingen wanderte eine Klasse zu diesem Friedhof, wo die Lehrperson Einblicke in die schweren Lebensbedingungen der Juden im Surbtal gab, bevor man zum Abschluss die nahegelegene Synagoge besichtigte.

Entspannung geniessen
Einige Schülerinnen und Schüler genossen ausgedehnte Wanderungen in und um Bad Zurzach, besuchten etwa den Rheintalblick und den Tierpark oder wanderten entspannt am Fluss entlang. Grillieren, Kartenspiel und sportliche Aktivitäten sorgten dabei für reichlich Abwechslung.

«Eigentlich dachten wir, das wird langweilig. Aber dann … »
Obwohl beinahe alle Beteiligten seit Jahren in der Umgebung vom Flecken leben, war der Heimattag sowohl für die Lehrpersonen, die sich in ihren Vorbereitungen noch einmal detailliert mit den schönsten und spannendsten Seiten der Region auseinandersetzen durften, als auch für die Jugendlichen ein inspirierender Tag. Beide Seiten konnten sehen, dass es auch in der eigentlich vertrauten Gegend noch viel zu entdecken und zu erleben gibt.